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Downswing (Teil 3) – Was man dagegen tun kann – Poker Artikel

Geschrieben von Thomas Brinkman am 5. Juni 2009Kein Kommentar

Downswing (Teil 3) – Was man dagegen tun kannEin anhaltender Downswing kann zum Komplettverlust der Bankroll führen und häufig tut er das auch. Je nach der Größe der Bankroll können die Verluste enorm sein und die eigene Existenz gefährden. Selbst Profis berichten davon. Sie sprechen natürlich nicht ausdrücklich von einem Downswing, sagen aber in Interviews immer wieder mal, dass sie ein oder mehrere Male pleite waren, vor allem in den Anfängen ihrer Karriere. Dann mussten sie wieder mit kleinen Limits anfangen, manch einer sah sich sogar gezwungen, einige Monate einen bezahlten Job anzunehmen, nur um ein bisschen Geld zusammenzubringen, das er als Einsatz fürs Spiel verwenden konnte.

Manch ein Spieler spricht im Zusammenhang mit einem erlebten Downswing rückblickend auch von Fehlern, die er gemacht hat. Fehler? Das legt die Vermutung nahe, dass es doch das eine oder andere Hilfsmittel gibt, das man anwenden kann, um sich vor den herben Verlusten  zu schützen, die ein Downswing mit sich bringt?
Was also kann man tun?
Im Grunde genommen nicht sehr viel. In Zeiten eines Downswings zeigt sich der Glücksspielcharakter, der im Pokerspiel nun einmal trotz aller Strategie tief verwurzelt ist, besonders deutlich. Selbst bei fehlerfreiem Spiel und perfekter Analyse jeder einzelnen Hand wird man auf dem River doch noch geschlagen, knapp zwar nur, aber für die zweitbeste Hand gibt es nun mal keinen Preis.

Das erste was man tun kann, ist, die Auswahl der Limits, die man spielt, immer an der Höhe der eigenen Bankroll auszurichten.
Gutes Bankroll-Management hilft übrigens immer, die eignen Finanzen zu überwachen und sicherzustellen, dass man nicht blindlings ins Verderben rennt.
Es gibt eine Faustregel, nach der für jede Bankroll das richtige Limit berechnet werden kann.
Danach sollte die Bankroll eines Limit Poker Spielers die Größe von etwa 400 * Big Blind betragen. Im No-Limit Bereich sind es sogar 1200 * Big Blind..
Ein Beispiel: Wenn meine erste Einzahlung $40 beträgt und ich mich für Limit Hold’em entschieden habe, sollte ich als höchstes Limit $0.05 / $0.10 Tische spielen, da die Summe von $0.10 * 400  der Höhe meiner Bankroll von $40 entspricht.
Mit derselben Bankroll sollte ich im No-Limit Bereich kein Limit höher als $0.01 / $0.02 spielen und erst dann eine Stufe höher zu den Tischen mit einem Limit von $0.02 / $0.04 aufsteigen, wenn meine Bankroll $48 erreicht hat.
Eine ähnliche Faustregel kann man sich erarbeiten, wenn man als unerfahrener Spieler lieber Sit ‚n’ Goes und Turniere spielt. Wer mit seiner Bankroll mindestens fünfzig Mal antreten will und seine Gewinnchancen jedes Mal mit Null einschätzt, sollte sich nie für mehr als 2% seiner Bankroll in ein Turnier einkaufen.

Wer nun trotz variabler Limitwahl weiterhin verliert, dem kann nur eins noch helfen: Eine Pause! Das Pokerspiel für einen angemessenen Zeitraum sein lassen und ganz etwas anderes  tun. Das schützt frühzeitig vor herben Verlusten und ist der beste Rat, den man geben kann.

Wenn man die erfahrenen Spieler und die Profis so beim Spiel beobachtet, wird man den Eindruck nicht los, dass der Begriff Downswing für sie jeden Schrecken verloren hat. Das liegt vielleicht daran, dass sie jede Hand so spielen, als könnte der Downswing jeden Moment beginnen.

Downswing (Teil 1) – Was sich dahinter verbirgt

Downswing (Teil 2) – Wie es dazu kommt

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