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Check-Call oder Bet auf dem River?

Geschrieben von Peter Merten am 12. Februar 2010Kein Kommentar

Diese Frage stellt sich im Laufe einer Pokersession immer wieder: Spielt man auf dem River besser Check-Call oder setzt man direkt einen angemessenen Betrag.

Die richtige Antwort auf diese Frage kann viel Gewinn einbringen, ist die Antwort in der gegeben Situation falsch, wird es mit Sicherheit teuer.

Ganz ohne Zweifel macht es wenig Sinn, sich diesem Szenario mit den Nuts zu nähern. Wer auf dem River dir Nuts hält, braucht nicht mehr zu fragen, welcher move der richtige ist sondern muss allein die richtige Höhe der Bet für eine entsprechende Auszahlung bestimmen.

Man kommt auch nicht allzu häufig in den Genuss, am Ende der Hand die Nuts zu haben, viel häufiger steht man vor der Frage, ob die Riverkarte dem Gegner so geholfen hat, dass man hinten liegt, oder ob sie keine Änderung herbeigeführt hat.

Man tritt nicht an, um zu verlieren! Klingt wie der Binsenweisheit letzter Schluss, trifft aber zu. Und natürlich ist man nicht bereit, gute Gewinnmöglichkeiten einfach so aufzugeben.  Was also ist zu tun, wenn das Board ausgeteilt ist und alle auf eine Entscheidung warten? Check-Call oder Bet? Es wundert sicher niemanden, dass es keine allgemein gültige Regel gibt. Die Antwort lautet wie immer: Es kommt darauf an.

Der grundlegende Gedanke in diesem Szenario ist immer der selbe, und er heißt: Welche Hand bezahlt meine Bet? Welche Hand geht drüber und welche Hand foldet?

Abgesehen von Potgröße, Pot Odds, Spielerinformationen und dem Verlauf der aktuellen Hand gibt es ein paar Dinge, die man bei der Entscheidungsfindung ein wenig helfen können.  Da ist zum Einen die Tatsache, das viele Spieler das Checken des Gegners als Schwäche auslegen und häufig davon ausgehen, mit einem großen Einsatz, 2/3 des Pots oder mehr, die Hand gewinnen können. Wenn man sich vorne wähnt, wäre der Check hier sicher nicht falsch.

Andererseits scheint es, als stünde eine Bet für Stärke. Jeder, der setzt, muss ja was auf der Hand haben. Sonst würde er ja nicht setzen. Wer einem solchen Spieler gegenüber sitzt, sollte eher Schwäche signalisieren und dem Gegner die Chance geben, zu bluffen, oder ihn den Preis für den Showdown selbst bestimmen lassen.

Als konzentrierter Spieler versucht man ja immer, von Anfang bis Ende, die Hand des Gegners einzugrenzen und die neu gewonnen Informationen immer mit zu verarbeiten. Am Ende sind es dann vielleicht zwei oder drei mögliche Hände, die der Gegner haben kann.

Diese Hände verglichen mit der eigenen Hand geben ein ziemlich deutliches Bild über die Gewinnaussichten, die die eigene Hand aufweist. Sind alle möglichen gegnerischen Hände stärker als die Eigene, wäre check-fold eine vernünftige Wahl.

Wer gar keine Idee hat, dem hilft vielleicht die Mathematik und handelt dann auf der Grundlage von Erfahrungswerten, dem Bestimmen der Gewinnchancen und dem Gegenrechnen von Odds und Pot Odds.

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