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Poker Cash-Game in kleinen Limits

Wer sich dieser Tage mit solidem Spielhintergrund an einen Poker Cash-Game Tisch setzt, wird immer auch ein bisschen mehr Glück mitbringen müssen, als das vielleicht vor zwei, drei Jahren noch der Fall war. Dieses mehr an Glück ist vor allem dann nötig, wenn man in den Lower-Limits spielt und das Ziel verfolgt, die Sitzungen zumindest mit Plus/Minus Null abzuschließen.

Poker war immer ein Glücksspiel und wird es immer bleiben. Mit gutem theoretischem Hintergrund und einer anständigen Strategie kann man den Glücksfaktor minimieren, aber ganz ausschalten können wird man ihn nie. Mit anderen Worten: es wird Zeiten geben, da fallen die Karten gut und es wird andere Zeiten geben, da ist der River dein schlimmster Alptraum.

Aber in den kleinen Limits, wo sich die Anfänger tummeln und der Big Blind nicht mehr als 10 oder 20 Cent kostet, greifen Strategien weniger gut, ist die Bereitschaft, Risiken einzugehen, höher als in den folgenden Limits.

Das Spiel scheint hier, entgegen aller Theorie, nicht den Lehrsätzen zu folgen, die man in teuren Büchern findet oder an einem guten Tag während eines Interviews von einem Pro aufschnappen kann. Das liegt, wie schon erwähnt, zu einem kleinen Teil am Glücksfaktor, zu einem etwas größeren Teil an der Spielweise derjenigen, die erste Gehversuche unternehmen. Die Blinds von $0.01/$0.02 bis $0.20/$0.50 sind wie geschaffen für Anfänger.

Aber nicht nur Neulinge findet man hier, sondern auch die Unverbesserlichen, die Glücklosen und die Rückkehrer, die aus höheren Leveln zurück kommen, weil sie zu früh und zu schnell aufgestiegen sind oder über einen längeren Zeitraum trotz gutem Spiel sich nicht halten konnten. Man findet Gelegenheitsspieler hier und solche, die einfach nur ein bisschen Spaß haben wollen, man trifft auf tighte Spieler, die zum Maniac mutieren und auf loose Spieler, die plötzlich den Check-Button entdecken. Es gibt so manchen passiven Gegner hier und immer wieder findet man Neulinge, die noch während sie die Blinds bezahlen Einstellungen am Tischlayout vornehmen.

Und obwohl man selbst das eine oder andere Buch gelesen hat, das zählen der Outs ebenso gut beherrscht wie das Positionsspiel, gewinnen die anderen.
Auch wenn man seine Strategie auf einem tighten Ansatz aufbaut, seinen Karten diszipliniert spielt, hat man einen ganzen Abend lang das Nachsehen
Da ist dann irgendein Gegner, der jeden Einsatz callt, sich auf wundersame Weise eine Gewinnerhand zusammenkauft und beim Showdown dann ein Full House umdreht und man fragt sich zähneknirschend, weshalb man selber nicht mit so viel Glück bedacht wird.

Die Erklärung ist einfach: Jeder, der sich mit der Theorie des Spiels vertraut gemacht hat, wirft schwierige Hände weg, anstatt bis zum Showdown zu callen und bei jedem Einsatz auf die Gewinnerkarte zu hoffen.
Wichtig ist, dass man im Micro-Cash-Game-Bereich von Beginn an damit rechnet, manche aussichtsreiche Schlacht doch noch zu verlieren und trotzdem die Ruhe zu bewahren.
Übrigens ist es völlig egal, welche Variante man wählt: es ist im Texas Hold’em Limit gleichermaßen schwierig wie im No-Limit Bereich, eine Bankroll von ganz unten angefangen aufzubauen. Aber wenn’s leicht wäre, könnt’ es ja jeder.

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